Stosswellentherapie der Hand

Sehnenscheidenentzündungen an der Hand sind häufige Ursachen von Beschwerden. Bedingt durch eine sogenannte chronische Entzündung ist die Gleitfähigkeit der Sehne herabgesetzt, bindegewebige Züge können entstehen die die Situation verschärfen. Im ausgeprägten Stadium beginnt die Sehne selbst sich zu verändern.

Diese Degeneration der Sehne kann im äußersten Fall zu einem Riss und damit zu einer komplizierten und großen Operation führen. Um die Gleitfähigkeit wieder herzustellen muss die Sehnenscheide wieder gut durchblutet werden, so dass diese ihre Funktion wieder übernehmen kann.

Eine solche Durchblutungssteigerung konnte durch die Verwendung einer ESWT nachgewiesen werden. Studien die eine Behandlung mit Ultraschall und Paraffinbädern mit der Anwendung einer ESWT verglichen konnten eine deutliche Schmerzreduktion und Wiederherstellung der Funktion vor allem bei der Therapie mit einer ESWT zeigen. Die Stoßwelle stellt gerade für Patienten die keine Cortisontherapie vertragen oder wollen eine ideale Alternative dar.

Eine Behandlungsoption stellt die Stoßwelle auch für die Dupuytren´sche Kontraktur dar. Die Ursache dieser Erkrankung ist unklar daher ist der genaue Biologische Effekt der ESWT auf das Krankheitsbild nicht bekannt. Jedoch konnten Studien zeigen, dass eine Anwendung im frühen Stadium, in denen noch keine operative Indikation besteht eine Schmerzreduktion der gebildeten Knoten als auch ein besseres Funktionsergebnis erreichen ließ.

Bei vorliegen eines Morbus Dupuytren zeigen sich eine abnormale Bildung von Myofibroblasten und Kollagenem Bindegewebe. Diese Myofibroblasten bewirken an der Fascie der Hand durch ihre kontraktilen Eigenschaften Bildungen von Knoten und Strängen. Im Spätstadium kommt es zum Funktionsverlust der Finger durch eine Beugestellung bedingt durch den Zug der ausgebildeten Stränge.

Die Wirksamkeit in den Publikationen wurde anhand der subjektiven Schmerzreduktion, Funktionstests und bildgebender Diagnostik dargelegt. Kontrollgruppen wurden mit der üblichen Laser- oder Ultraschalltherapie behandelt.

Das Resultat dieser Analyse zeigte eine Besserung der Funktion und der Schmerzreduktion bei allen Therapievariationen jedoch mit einer höheren Signifikanz bei der Anwendung der ESWT. Damit stellt diese die effektivste Methode zur Behandlung von Frühstadien dar. Untermauert wurde das Ergebnis mit der Auswertung der bildgebenden Diagnostik, mittels MRT. Hier konnte die Schichtbilduntersuchung einen Rückgang der vorhanden Knoten und Stränge darstellen.

Die ESWT hat damit einen berechtigen Status als nicht invasive neue Methode zur Vermeidung der Progredienz der Erkrankung. Zum derzeitigen Zeitpunkt müssen jedoch noch weitere Papers veröffentlicht werden die die Effektivität zu untermauern.

Bei der doch geringen Studienzahl mit effektivem Outcome ist jedoch von einer positiven Entwicklung bezüglich der wissenschaftlichen Wirksamkeitsbeweises auszugehen.

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Dr. Sandra Seidl
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